ARCH+ Magazin Nr. 226 – Vietnam

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ARCH+ Magazin Ausgabe 226 (Vietnam – Die stille Avantgarde) ist erhältlich. Nach über 30 Jahren kehrte ARCH+ Chefredakteur und Mitherausgeber Anh-Linh Ngo für dieses Heft erstmals in sein Geburtsland zurück.

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ARCH+ Magazin Ausgabe 226 (Vietnam – Die stille Avantgarde) ist erhältlich. Nach über 30 Jahren kehrte ARCH+ Chefredakteur und Mitherausgeber Anh-Linh Ngo für dieses Heft erstmals in sein Geburtsland zurück.

Nach über 30 Jahren kehrte ARCH+ Chefredakteur und Mitherausgeber Anh-Linh Ngo für dieses Heft erstmals in sein Geburtsland zurück. Jenes Land, das sich als Präfix eines Krieges in den Sprachgebrauch eingenistet hat. Jener Krieg, vor dessen politischen Folgen seine Familie floh, als er noch ein Kind war. Als Flüchtlingskind kam er vor 33 Jahren nach Deutschland, als „Kontingentflüchtling“, wie es damals im schönsten Bürokratendeutsch hieß. Über diese Wortschöpfung wären heute viele froh, sind doch (Ober-)Grenzen wieder en vogue.

Angesichts der spürbaren Verschiebungen und Relativierungen, die die Globalisierung mit sich bringt, sehnen sich viele Menschen wieder nach festen Grenzen und klaren kulturellen Identitäten. Der gegenwärtige Auftrieb „identitärer Bewegungen“ ist ein Zeichen dafür. Wir leben in Zeiten, die bestimmt sind von Angst – Angst vor Überfremdung, vor dem Verlust der „eigenen“ Kultur. In diesem Kontext könnte man die beiden Ausgaben über Vietnam, von denen dies die erste ist, aus der individuellen Perspektive des Migranten als eine klischeehafte Suche nach den eigenen Wurzeln und aus politischer Sicht als Versuch einer lokalen Identitätskonstruktion missverstehen. Doch gerade vor dem Hintergrund der gegenwärtigen politischen Krise sind beide Hefte explizit als die Suche nach einem Ausweg aus den Kulturalisierungsfallen zu verstehen, die derzeit überall lauern. Um hier die Hauptaussage vorwegzunehmen: Identität ist kein Nullsummenspiel, bei dem sich das „Fremde“ und das „Eigene“ gegenseitig verdrängen.

Die Entwurfsansätze der vorgestellten Büros entstehen in der Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen Problemen und lokalen kulturellen Praktiken. Sie sind in ihren Ergebnissen spezifisch, ohne ihre universalen Grundprinzipien zu verleugnen. Auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Weg wendet sich diese Avantgarde wieder heimischen Materialien, traditionellen Bauweisen und Typologien zu, um Alternativen zum Einsatz fehleranfälliger und teurer Technik anzubieten. Ihre Zeitgenossenschaft beziehen die präsentierten Projekte zum einen aus dem freien Umgang mit vorgefundenen Traditionen, zum anderen aus konkreten Alltagspraktiken. Doch auch internationale Einflüsse wie etwa von Anna Heringer, Diébédo Francis Kéré oder der japanischen Architektur werden herangezogen. Auf diese Weise verorten die Architekten ihre Entwürfe, ohne dabei kulturalistisch zu argumentieren; zugleich stellen sie sich in einen globalen Denkzusammenhang, ohne an spezifischer Ausdrucksweise zu verlieren.

ARCH+ Magazin ist eine unabhängige, konzeptuelle Publikation für Architektur und Urbanismus. Der Name ist zugleich Programm: mehr als Architektur. Jedes vierteljährlich erscheinende Heft beleuchtet eingehend ein besonderes Thema und greift dabei aktuelle Diskussionen aus anderen Disziplinen in Hinblick auf architektonische und urbanistische Fragestellungen auf. Gegründet im Gefolge des 1968er Aufbruchs, liegt der Schwerpunkt von ARCH+ auf der kritischen Reflexion des gesellschaftlichen Anspruchs der Architektur.

Das Magazin sieht sich damit als Katalysator experimenteller Praktiken. Vor diesem Hintergrund war das Redesign von ARCH+ im Jahre 2008 durch Mike Meiré das Ergebnis einer inhaltlichen Vorarbeit, begonnen im Rahmen des Zeitschriftenprojekts der Documenta 12, mit der sich die Redaktion schrittweise der Frage nach dem heutigen Selbstverständnis und dem Potential einer kritischen Architekturzeitschrift als Vermittler zwischen Architektur, kulturellem, politischem und gesellschaftlichem Diskurs genähert hat. Damit begibt sich ARCH+ vor dem Hintergrund der digitalen Omnipräsenz vernetzten Wissens erneut auf die Suche nach neuen Formen der Wissensvermittlung, um gesellschaftsrelevante architektonische und urbanistische Problemstellungen zu verhandeln. Heute agiert ARCH+ als Diskursplattform in der Verschränkung von Zeitschrift und unterschiedlicher Medien wie Ausstellungen, Preise, Symposien, Veranstaltungsreihen, Kooperationen.

ARCH+ Magazin Ausgabe 226 (Vietnam – Die stille Avantgarde) ist erhältlich. Nach über 30 Jahren kehrte ARCH+ Chefredakteur und Mitherausgeber Anh-Linh Ngo für dieses Heft erstmals in sein Geburtsland zurück.

Nach über 30 Jahren kehrte ARCH+ Chefredakteur und Mitherausgeber Anh-Linh Ngo für dieses Heft erstmals in sein Geburtsland zurück. Jenes Land, das sich als Präfix eines Krieges in den Sprachgebrauch eingenistet hat. Jener Krieg, vor dessen politischen Folgen seine Familie floh, als er noch ein Kind war. Als Flüchtlingskind kam er vor 33 Jahren nach Deutschland, als „Kontingentflüchtling“, wie es damals im schönsten Bürokratendeutsch hieß. Über diese Wortschöpfung wären heute viele froh, sind doch (Ober-)Grenzen wieder en vogue.

Angesichts der spürbaren Verschiebungen und Relativierungen, die die Globalisierung mit sich bringt, sehnen sich viele Menschen wieder nach festen Grenzen und klaren kulturellen Identitäten. Der gegenwärtige Auftrieb „identitärer Bewegungen“ ist ein Zeichen dafür. Wir leben in Zeiten, die bestimmt sind von Angst – Angst vor Überfremdung, vor dem Verlust der „eigenen“ Kultur. In diesem Kontext könnte man die beiden Ausgaben über Vietnam, von denen dies die erste ist, aus der individuellen Perspektive des Migranten als eine klischeehafte Suche nach den eigenen Wurzeln und aus politischer Sicht als Versuch einer lokalen Identitätskonstruktion missverstehen. Doch gerade vor dem Hintergrund der gegenwärtigen politischen Krise sind beide Hefte explizit als die Suche nach einem Ausweg aus den Kulturalisierungsfallen zu verstehen, die derzeit überall lauern. Um hier die Hauptaussage vorwegzunehmen: Identität ist kein Nullsummenspiel, bei dem sich das „Fremde“ und das „Eigene“ gegenseitig verdrängen.

Die Entwurfsansätze der vorgestellten Büros entstehen in der Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen Problemen und lokalen kulturellen Praktiken. Sie sind in ihren Ergebnissen spezifisch, ohne ihre universalen Grundprinzipien zu verleugnen. Auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Weg wendet sich diese Avantgarde wieder heimischen Materialien, traditionellen Bauweisen und Typologien zu, um Alternativen zum Einsatz fehleranfälliger und teurer Technik anzubieten. Ihre Zeitgenossenschaft beziehen die präsentierten Projekte zum einen aus dem freien Umgang mit vorgefundenen Traditionen, zum anderen aus konkreten Alltagspraktiken. Doch auch internationale Einflüsse wie etwa von Anna Heringer, Diébédo Francis Kéré oder der japanischen Architektur werden herangezogen. Auf diese Weise verorten die Architekten ihre Entwürfe, ohne dabei kulturalistisch zu argumentieren; zugleich stellen sie sich in einen globalen Denkzusammenhang, ohne an spezifischer Ausdrucksweise zu verlieren.

ARCH+ Magazin ist eine unabhängige, konzeptuelle Publikation für Architektur und Urbanismus. Der Name ist zugleich Programm: mehr als Architektur. Jedes vierteljährlich erscheinende Heft beleuchtet eingehend ein besonderes Thema und greift dabei aktuelle Diskussionen aus anderen Disziplinen in Hinblick auf architektonische und urbanistische Fragestellungen auf. Gegründet im Gefolge des 1968er Aufbruchs, liegt der Schwerpunkt von ARCH+ auf der kritischen Reflexion des gesellschaftlichen Anspruchs der Architektur.

Das Magazin sieht sich damit als Katalysator experimenteller Praktiken. Vor diesem Hintergrund war das Redesign von ARCH+ im Jahre 2008 durch Mike Meiré das Ergebnis einer inhaltlichen Vorarbeit, begonnen im Rahmen des Zeitschriftenprojekts der Documenta 12, mit der sich die Redaktion schrittweise der Frage nach dem heutigen Selbstverständnis und dem Potential einer kritischen Architekturzeitschrift als Vermittler zwischen Architektur, kulturellem, politischem und gesellschaftlichem Diskurs genähert hat. Damit begibt sich ARCH+ vor dem Hintergrund der digitalen Omnipräsenz vernetzten Wissens erneut auf die Suche nach neuen Formen der Wissensvermittlung, um gesellschaftsrelevante architektonische und urbanistische Problemstellungen zu verhandeln. Heute agiert ARCH+ als Diskursplattform in der Verschränkung von Zeitschrift und unterschiedlicher Medien wie Ausstellungen, Preise, Symposien, Veranstaltungsreihen, Kooperationen.

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